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Einsiedler-Klassik 2018

Samstag, 10. Februar 2018 | Jubiläums-Klassisch-Lauf

Der einmalig durchgeführte Lauf bot einiges an Spannung

Der Einsiedler Klassik vermochte zu begeistern

Rund sechzig Teilnehmende nahmen das Geburtstagsgeschenk an. Das Klassikrennen über knapp 16 Kilometer gewann der ehemalige deutsche Spitzenläufer Heiko Zühlke (Oberägeri) vor Toni Brunner (Sarnen) und dem Einheimischen René Tschümperlin (Unteriberg). Bei den Damen siegte Karin Weltert Stadelmann (Willisau).

Wachsen oder nicht wachsen, das ist bei Klassikrennen im Langlauf jeweils die Frage. Die Frage ist zwar ein Gräuel für jeden Klassik-Puristen, für den die Anwendung des Diagonalschritts - im Gegensatz zu Doppelstockstössen - die richtige Fortbewegungsart ist. Für Ambitionierte aber, verspricht die Anwendung nur von Gleitwachs die besten Resultate, so lange sich die Steigungsprozente einigermassen im Rahmen halten.
Wachsen oder nicht Wachsen, war auch vor rund einer Woche die Frage, als Heiko Zühlke sich bei den Organisatoren erkundigte, ob die Strecke das erlauben würde. Streckenchef René Tschümperlin gab ihm auch umgehend Antwort, dass er auf Grund der geringen Höhenmeter der Strecke in Studen, schon so laufen könne, wenn er das ab und zu in seinem Training auch anwenden würde. Beide wussten bei diesem E-Mail Austausch noch nicht, dass sie sich am Samstag auf der Strecke um den Sieg duellieren würden.
Es war denn auch Heiko Zühlke, der von Anfang an das Heft in die Hand nahm. Zusammen mit Toni Brunner und René Tschümperlin schlugen sie mit ihren Doppelstockstössen ein so horrendes Tempo an, dass sie schon bald alleine zu dritt an der Spitze lagen. Bei der ersten Zielpassage nach acht Kilometern hatten die drei knapp eine Minute Vorsprung auf die Verfolger Stefan Dreule und Stefan Pulfer (beide Einsiedeln). Das führende Trio liess auch auf den nächsten acht Kilometern ins Ziel nichts mehr anbrennen und harmonierte sehr gut. Mit einem kurzen Antritt beim letzten Anstieg liess der ehemalige deutsche Spitzenläufer Heiko Zühlke seine Kollegen stehen und erreichte mit einem Vorsprung von 2,4 Sekunden das Ziel. Den Spurt um den zweiten Platz vermochte Toni Brunner vor René Tschümperlin für sich zu entscheiden.
Sehr schnell unterwegs war auch Karin Weltert Stadelmann. Sie setzte alles auf die Karte Gleitwachs und vermochte so das Rennen von A bis Z durchzustossen. Mit ihrer Zeit von 50.50,8 hätte Sie auch bei den Herren den sechsten Platz belegen können. Den zweiten Platz erreichte Margrit Abächerli, die als ehemalige Siegerin mit der Startnummer 2009, dem Jahr ihres Sieges, ins Rennen ging. Den dritten Platz belegte Chelsea Little aus Zürich vor dem Einsiedler Quartett Priska Lacher, Margrit Odermatt, Rosa Kälin und Irma Lienert.
Das Klassik-Rennen vermochte Teilnehmende und Publikum zu begeistern. Das Rennen wurde einmalig als Jubiläumsgeschenk durchgeführt. Ob es eine weitere Austragung gibt, wird das OK erst noch entscheiden.
 
Podest Herren
 
 
 
René Tschümperlin (3., Unteriberg), Heiko Zühlke (1., Oberägeri) und Toni Brunner (2., Sarnen).  
 
Siegerin Damen
 
 
 
Karin Weltert Stadelmann (Willisau)  
Skiclub Einsiedeln, 8840 Einsiedeln